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Gepostet in Info-Blätter, Leistungen

Laparoskopische Kastration der Hündin

Wenn die Kastration einer Hündin erforderlich ist, bietet die endoskopische Entfernung der Eierstöcke deutliche Vorteile gegenüber einer herkömmlichen Operation mit Bauchschnitt. Die endoskopische Kastration ist ein sogenanntes minimalinvasives Operationsverfahren bei dem durch drei kleine ca. 5 bis 10 mm große Schnitte Kamera und Arbeitsinstrumente in den Bauch eingeführt werden. Über einen Bildschirm hat der Chirurg genauesten Einblick und kann alle Instrumente zielgenau führen. Beim endoskopischen Verfahren werden nur die Eierstöcke entfernt –  die Gebärmutter selbst verbleibt funktionslos zurück und verkleinert  sich mit der Zeit deutlich. Die abgetrennten Strukturen werden sorgfältig verödet, damit verzichtet man auf störendes Fremdmaterial wie es bei der konventionellen Kastration beim Abbinden mittels chirurgischen Fäden verwendet wird.

Voraussetzung für die endoskopische Entfernung der Eierstöcke ist eine gesunde Gebärmutter, weswegen wir diese Operationsmethode vor allem jüngeren Tieren empfehlen, bei welchen zuvor eine Ultraschalluntersuchung der Gebärmutter gemacht wird. Zusätzlich inspizieren wir während des Endoskopieprozesses die Gebärmutter auf Auffälligkeiten.

Die Vorteile dieser Operationsmethode liegen klar auf der Hand: Es entstehen nur sehr kleine Wunden, die in aller Regel komplikationslos verheilen und auch nach der Operation nahezu schmerzfrei sind. Wer selbst schon einmal einen Bauchschnitt hatte weiß, wie schmerzhaft der Wundschmerz wirklich ist. Auf die Gabe von Schmerzmitteln nach der Operation kann weitestgehend verzichtet werden, was den Organismus schont und den Eingriff für den Hund leichter macht.

Minimalinvasive Eingriffe gehören in der Humanmedizin heute längst zum Klinikalltag. In der tierärztlichen Praxis werden endoskopische Techniken bislang hauptsächlich zu diagnostischen Zwecken der unteren und oberen Atemwege sowie des Magen-Darm-Traktes eingesetzt. Minimalinvasive Operationen am Tier werden dagegen nur selten angeboten. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Extrem hohe Anschaffungskosten für eine spezielle technische Ausrüstung, deutlich erhöhter Material- und Personalaufwand sowie eine erhebliche zeitliche Investition für den Tierarzt und sein Team, die spezialisierte Technik zu erlernen, zählen zu den wichtigsten Gründen.

 

Wir sind froh, Ihnen diese neue Technik für Ihren Liebling anbieten zu können, denn er hat es sich verdient!

Gerne beraten wir Sie ausführlich zum Thema und entscheiden gemeinsam mit Ihnen den für Sie richtigen Weg!

 

Ihr Tierteam der Tierklinik Löhnberg

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